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Jetzt via PayPal unterstützenGüstrow/Rostock. Seit dem 28. April 2026 läuft vor dem Landgericht Rostock der Mordprozess gegen eine 30-jährige Angeklagte. Hintergrund sind die Ereignisse um den Tod des achtjährigen Fabian.
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Die von der Verteidigung bereits am vergangenen Verhandlungstag angekündigte Einlassung der Angeklagten Gina H. soll nach der Sommerpause erfolgen. Vorsitzender Richter Holger Schütt schlägt dafür den 7. August als Termin vor. Verteidiger Thomas Löcker erklärt im Gerichtssaal seine Zustimmung zu diesem Vorschlag. Damit steht der Zeitpunkt für die angekündigte Erklärung der Angeklagten fest.
Damit ist der heutige Verhandlungstag beendet.
Beim nächsten Termin sollen ein Sachverständiger sowie zwei weitere Polizeibeamte als Zeugen gehört werden.
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Der Verteidiger kritisierte, dass das Arbeitsmesser seiner Ansicht nach zu Unrecht als mögliche Tatwaffe „hochstilisiert“ werde.
Nach Ansicht des Verteidigers lasse sich nicht abschließend klären, wann und wie lange sich Gina H. und Christian D. am mutmaßlichen Tattag tatsächlich getroffen haben.
Auch die Tatsache, dass Gina H. ihr Auto gereinigt und sich über die Abgabe von Fahrzeug und Handy geärgert haben soll, dürfe nicht überbewertet werden, erklärte der Verteidiger.
Der Verteidiger von Gina H. stellte die Aussagen des ersten Zeugen zu einem angeblichen Zusammentreffen mit der Angeklagten in Frage.
Die Schilderungen könnten zwar dessen persönliche Wahrnehmung widerspiegeln, hätten jedoch keine belastbare Beweiskraft, so der Anwalt.
Da keine weiteren Fragen gestellt werden, wird auch dieser Zeuge entlassen. Anschließend fasst der Staatsanwalt die an diesem Verhandlungstag gewonnenen Erkenntnisse noch einmal zusammen.
Der Staatsanwalt erläuterte, dass die Videoaufnahmen vom 9. Oktober bereits gelöscht gewesen seien, als die Ermittler versucht hätten, sie zu sichern.
Der Verteidiger äußerte Verwunderung darüber, dass für den 9. Oktober keine Videoauswertungen vorliegen.
Der Zeuge S. entgegnete, dass Fabian zu diesem Zeitpunkt noch nicht als vermisst gemeldet gewesen sei.
Im weiteren Verlauf der Verhandlung nimmt nun die Verteidigung von Gina H. den Zeugen S. in den Blick und hinterfragt seine bisherigen Schlussfolgerungen. Dabei versucht sie, die von ihm vertretene Arbeitshypothese zu erschüttern.
Vor Gericht wurde erneut ein Messer thematisiert, das dem sogenannten „Tümpelzeugen“ Olaf K. gehört. Der Zeuge habe angegeben, das Messer über längere Zeit gesucht zu haben, da es verschwunden gewesen sei. Gina H. sei später hinzugekommen und habe bei der Suche geholfen. Kurz darauf habe sich das Messer plötzlich in einer Kiste befunden, die der Zeuge zuvor eigenen Angaben zufolge mehrfach ohne Ergebnis durchsucht habe.
Nach Einschätzung der Ermittler könnte das Messer mit der mutmaßlichen Tatwaffe in Zusammenhang stehen. Auffällig sei jedoch, dass weder Fingerabdrücke noch DNA-Spuren darauf gesichert werden konnten.
Sowohl der Ermittler als auch Olaf K. bezeichneten dies als ungewöhnlich, da das Messer regelmäßig genutzt werde und daher eigentlich entsprechende Spuren zu erwarten gewesen wären.
Das alte Handy von Matthias R. sei nach dessen Angaben „in den Ofen geschmissen“ worden und habe deshalb nicht mehr von der Polizei ausgewertet werden können.
Nach Angaben des Zeugen S. spreche ein zwischenzeitlicher Handywechsel dagegen, dass Matthias R. weiterhin Zugriff auf den Google-Account von Gina H. gehabt habe.
Das neue Gerät von Matthias R. sei demnach vollständig von dessen Schwester neu eingerichtet worden.
Der Vorsitzende Richter fragte den Zeugen S., ob sich aus seiner Sicht ein Anlass ergeben habe, die bestehende Arbeitshypothese hinsichtlich einer möglichen Täterschaft von Gina H. zu überdenken oder zu ändern. Dies verneinte der Zeuge knapp.
Bereits zu einem Zeitpunkt, zu dem Gina H. nach Einschätzung der Ermittler noch keine Kenntnis vom Verschwinden Fabians haben konnte, habe sie demnach auf Internetseiten der Polizei nach Vermisstenfällen gesucht. Dies gehe aus der Rekonstruktion der Ermittlungsbehörden hervor.
Am Morgen des folgenden Tages habe Gina H. nach Angaben aus den Ermittlungen Suchanfragen wie „Fressen Wildschweine Menschen?“ und „Fressen Wildschweine tote Menschen?“ gestellt.
Im Anschluss habe sie gegenüber Matthias R. behauptet, er sei noch in ihrem Google-Account eingeloggt gewesen und habe diese Suchanfragen vorgenommen.
Matthias R. habe dies jedoch zurückgewiesen und angegeben, einen eigenen Google-Account zu nutzen.
Um 20.17 Uhr habe Matthias R. Gina H. eine Nachricht geschickt und sie darüber informiert, dass Fabian bereits seit mehreren Stunden vermisst werde.
Der Zeuge S. schilderte vor Gericht, wann Gina H.s Fahrzeug am 10. Oktober gesehen worden sein soll und an welchen Orten es sich zu verschiedenen Zeitpunkten befunden habe.
Dabei verwies er auch auf Widersprüche zu den Angaben der Angeklagten zu ihren eigenen Aufenthaltsorten.
Diese seien nach seiner Einschätzung in Teilen „technisch nicht möglich“ und könnten zeitlich nicht zusammenpassen.
Zudem wurde das Fahrzeug auch nach der mutmaßlichen Tatzeit noch aus Richtung des Tümpels kommend beobachtet.
Am Nachmittag des 10. Oktober soll Gina H. nach Angaben eines Ermittlers ihr Fahrzeug gereinigt haben. In diesem Zeitraum habe sie zudem eine Nachricht an Fabians Vater geschickt. Darin habe sie geschrieben: „Ich würde jetzt gerne in deinen Armen liegen.“
Nach Einschätzung eines Ermittlers habe sich Gina H. am Tag vor Fabians Tod in einem psychischen Ausnahmezustand befunden.
Als Hinweis dafür wertete er unter anderem, dass sie an diesem Tag eines ihrer Pferde geschlagen haben soll ein Tier, das ihr nach Darstellung des Ermittlers besonders am Herzen liege.
Die Ermittler haben den Tagesablauf von Fabian und Gina H. am 9. Oktober, dem Tag vor dem Tod des Jungen, im Detail überprüft.
Nach Angaben eines Ermittlers ergaben sich dabei zwei mögliche Überschneidungspunkte, an denen ein Kontakt zwischen beiden stattgefunden haben könnte.
So sei das Fahrzeug der Angeklagten am Nachmittag in unmittelbarer Nähe von Fabians Wohnort von einem Zeugen gesehen worden.
Zeitgleich sei Fabian auf dem Weg zu einem Freund gewesen, der jedoch keine Zeit hatte, weshalb der Junge anschließend in Richtung Jugendclub gegangen sei.
Nach Einschätzung der Ermittler könnte es in diesem Zeitraum zu einem Zusammentreffen gekommen sein. Auf dem Weg habe sich zudem eine Verzögerung von etwa fünf bis sechs Minuten ergeben, so der Ermittler.
Dieses Zeitfenster komme grundsätzlich für ein mögliches Gespräch in Betracht.
Zu Beginn der Zeugenaussage unterhält sich Gina H. mit ihrem Verteidiger Andreas Ohm und wirkt dabei auffallend gelöst. Wiederholt lächelt sie und lacht gelegentlich. Worum es in dem Gespräch geht, bleibt im Gerichtssaal jedoch nicht erkennbar.
Auch der letzte Zeuge des Verhandlungstages ist Polizeibeamter und war an den Ermittlungen im Fall Fabian beteiligt. Im Rahmen seiner Arbeit vernahm er unter anderem Fabians Vater sowie zwei männliche Zeugen, die im Zusammenhang mit einem Tümpel eine Rolle spielten.
Nach Abschluss ihrer Aussage wurde die Zeugin entlassen. Der Vorsitzende Richter rief daraufhin den nächsten Zeugen auf, der zugleich den Schlusspunkt der Beweisaufnahme für diesen Verhandlungstag bilden soll.
Vor Gericht wurde erneut ein Foto thematisiert, das Gina H. am 10. Oktober in einem Wald aufgenommen haben soll. Die Ermittlerin schilderte, dass sie den Auftrag erhalten habe, den genauen Aufnahmeort zu bestimmen.
Dazu habe sie gemeinsam mit dem zuständigen Revierförster das Gebiet aufgesucht und dessen Einschätzung eingeholt.
Der Förster habe einen konkreten Verdacht geäußert, wo das Bild entstanden sein könnte. Darüber hinaus seien die im Handyfoto gespeicherten Geodaten ausgewertet worden.
Den Ermittlungen zufolge wurde die Aufnahme am 10. Oktober um 11.19 Uhr gemacht – etwa einen Kilometer vom späteren Tatort entfernt.
Während Gina H. ihr Verhältnis zu Fabian wiederholt als eng und vertrauensvoll beschrieben und sich selbst als dessen „Ziehmutter“ bezeichnet haben soll, zeichnet eine von den Ermittlern aufgenommene Zeugenaussage ein anderes Bild.
Demnach habe die Angeklagte den Jungen häufig kritisiert, insbesondere wenn er nach Ansicht der Zeugen zu viel gegessen habe. Zudem sei in der Aussage von einem insgesamt schlechten Umgang mit Fabian die Rede.
Diese Passagen wurden im Gerichtssaal vom Vorsitzenden Richter verlesen.
Im weiteren Verlauf der Vernehmung fragte der Vorsitzende Richter nach der Bedeutung von Fabians Stundenplan für die Ermittlungen. Nach Angaben der Zeugin sei es darum gegangen, den Tagesablauf des Jungen möglichst genau nachzuvollziehen.
Demnach begann jeder Schultag mit der Betreuung von 7 bis 7.45 Uhr, anschließend folgte der Unterricht bis 13.30 Uhr. Der Richter wollte zudem wissen, ob die Angeklagte Kenntnis von dieser festen Tagesstruktur hatte.
Dies habe jedoch nicht geklärt werden können, erklärte die Ermittlerin.
Die umfangreichen Vernehmungen von Christian D. sowie weiterer Personen aus dem Umfeld der Angeklagten dienten nach Angaben der Ermittlerin mehreren Zwecken.
Zum einen sollten bereits vorliegende Indizien überprüft und erhärtet werden, zum anderen wollten die Ermittler klären, ob Gina H. möglicherweise Unterstützung durch einen Komplizen erhalten hatte.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gehen die Behörden jedoch weiterhin davon aus, dass die Angeklagte die Tat allein begangen haben soll.
Im Verlauf der Ermittlungen wurde Christian D. mehrfach und ausführlich von der Polizei vernommen. Insgesamt hätten die Befragungen rund zehn Stunden gedauert, ergänzte der Vorsitzende Richter vor dem Rostocker Landgericht.
Besonders im Gedächtnis geblieben sei der Ermittlerin eine Aussage des Zeugen über die Angeklagte. Demnach habe Christian D. gewarnt: „Man muss bei ihr vorsichtig sein.“
Nach der Schilderung der Ermittlerin gab Christian D. an, dass die Angeklagte beim Auffinden der Leiche in der Nacht zum 14. Oktober die entscheidende Rolle gespielt habe. Ihren Angaben zufolge ging sie voraus und führte den Zeugen gezielt zu der Stelle, an der die Leiche lag. Aufgrund der Dunkelheit habe er den Bereich jedoch kaum erkennen können; selbst mit seinem Nachtsichtgerät sei die Sicht stark eingeschränkt gewesen.
Zu der Dauer eines Treffens mit Gina H. an einem See habe Christian D. unterschiedliche Angaben gemacht, die zwischen etwa einer halben Stunde und bis zu anderthalb Stunden schwankten.
Nach Einschätzung der Zeugin erscheine es wenig glaubhaft, dass D. tatsächlich über kein genaueres Zeitgefühl verfügt habe.
Die Polizistin H. erklärt, dass Christian D. als Zeuge geführt worden sei. Ihr sei nicht bekannt, dass er im Verlauf der Ermittlungen jemals eine andere Verfahrensstellung gehabt habe.
Die Polizistin H. berichtet, dass Christian D. sich in seiner Aussage auffällig schwergetan habe und um eine klare Darstellung herumgeredet habe. Er habe nicht direkt angeben wollen, dass er an dem betreffenden Ort eine Leiche gefunden habe.
Auf der anschließenden Rückfahrt habe er kaum noch mit Gina H. gesprochen und sie schließlich bei ihrem Nachbarn Olaf K. abgesetzt.
Die Polizistin schildert einen Abend, an dem Christian D. gemeinsam mit Gina H. mithilfe eines Nachtsichtgeräts in die Umgebung des Tümpels geführt worden sei, an dem später Fabian aufgefunden wurde. D. habe den Ort zuvor nicht gekannt.
Im Nachhinein habe er den Eindruck geäußert, dass er von Gina H. möglicherweise gezielt an diesen Ort geführt worden sei.
Am 10. Oktober hätten Christian D. und Gina H. am Abend über mehr als eine Stunde miteinander telefoniert. An den genauen Inhalt des Gesprächs könne sich D. jedoch nicht mehr erinnern.
Daraufhin habe die Polizei die einzelnen Telefonverbindungen mit ihm im Detail durchgearbeitet.
Bei einem Treffen mit Gina H. habe Christian D. sie als „schlecht drauf“ beschrieben. Er habe ihr daraufhin seine Unterstützung angeboten, sie getröstet und sie schließlich in den Arm genommen.
Die Zeugin erklärt, dass es sich bei der Kommunikation nicht nur um drei oder vier Nachrichten am Tag gehandelt habe, sondern um etwa zehn bis zwanzig. Daraufhin sei Christian D. darauf angesprochen worden, ob das Verhältnis zu Gina H. tatsächlich rein platonisch gewesen sei.
D. habe angegeben, dass er Sorge gehabt habe, seine Ehefrau könnte von der intensiven Kommunikation erfahren.
So habe sich etwa bei der Auswertung der Funkzellendaten gezeigt, dass diese nicht mit den Angaben von Christian D. übereingestimmt hätten. Daraufhin habe D. begonnen, sich Notizen zu machen, um bei weiteren Aussagen zum Tagesablauf keine widersprüchlichen Angaben mehr zu machen.
Die Polizistin berichtet, dass sie auch Christian D. vernommen habe, der aufgrund zahlreicher WhatsApp-Nachrichten und Telefonate offenbar ein sehr enges Verhältnis zu Gina H. gehabt habe. Neben den vorbereiteten Fragen habe sich im Verlauf der Vernehmung weiterer Klärungsbedarf ergeben, sodass D. insgesamt mehr als 100 Fragen habe beantworten müssen.
Dabei seien jedoch Widersprüche in seinen Angaben aufgefallen, weshalb er mehrfach dazu aufgefordert worden sei, bei der Wahrheit zu bleiben.
Kriminalhauptkommissarin H. war unter anderem an der Untersuchung beteiligt, wo genau ein von Gina H. an einen Zeugen versendetes Foto aufgenommen wurde. Zudem hat sie nach eigenen Angaben mehrere Zeugen im Zusammenhang mit dem Fall Fabian vernommen.
Die Verhandlung wird fortgesetzt. Kriminalhauptkommissarin Jana H. nimmt im Zeugenstand Platz und wird vom Richter entsprechend belehrt.
Damit ist die Befragung des Zeugen abgeschlossen. Polizeiobermeister Frank F. wird unvereidigt entlassen. Die für 13.30 Uhr vorgesehene nächste Zeugin ist zwar bereits geladen, der Richter ordnet jedoch zunächst eine Mittagspause bis 14.15 Uhr an.
Während ihr Verteidiger den Zeugen befragt, beschäftigt sich Gina H. auffällig ruhig damit, eine metallisch glänzende Kugel in ihren Händen zu drehen.
Ein Verteidiger von Gina H. fragt nach, wie genau die Alibis der Bekannten seiner Mandantin überprüft worden seien. Der Zeuge F. erläutert daraufhin, dass die Alibis der übrigen Personen aus seiner Sicht nachvollziehbar und stimmig gewesen seien.
Ein Verteidiger von Gina H. bringt vor, er habe Hinweise erhalten, dass in der Region Güstrow ein Fahrzeug unterwegs gewesen sei, das dem Auto von Gina H. sehr ähnlich sehe, und fragt, ob die Polizei weitere Fahrzeuge überprüft habe.
Der Zeuge F. kann dazu keine konkrete Auskunft geben und erklärt, er wisse nicht, wie viele Fahrzeuge insgesamt kontrolliert worden seien. Ein Vertreter der Anklage entgegnet daraufhin, diese Angaben seien in den Ermittlungsakten dokumentiert.
Ein Verteidiger von Gina H. erkundigt sich, warum die Polizei lediglich die Kleidung vom Tag des Auffindens von Fabian sichergestellt habe und nicht auch Kleidung eines möglichen früheren Tages.
Der Zeuge F. erklärt daraufhin, dass Gina H. zu diesem Zeitpunkt lediglich als Zeugin geführt worden sei.
Aus den abgehörten Telefonaten wird deutlich, dass Gina H. ihre Darstellung des Leichenfundes im Verlauf mehrfach verändert. Gegenüber Fabians Vater beschreibt sie den Ablauf als einen „verfickten Zufall“ und gibt an, gemeinsam mit den Zeugen Heike M. und Olaf K. unterwegs gewesen zu sein, als einer der Hunde schließlich den Leichnam gefunden habe.
Diese Darstellung steht jedoch im Widerspruch zu den Aussagen der vernommenen Zeugen.
Nach Angaben des Zeugen F. verfügt Matthias R. über ein nachvollziehbares Alibi. Demnach sei er zunächst bei der Arbeit gewesen, habe anschließend einen Termin in einer Werkstatt wahrgenommen und sei danach wieder an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt.
Der Richter fragt den Zeugen, ob Fabians Vater gegenüber anderen Personen jemals Kritik oder einen Verdacht gegen seine Ex geäußert habe. Der Zeuge F. kann sich jedoch an keine entsprechende Situation erinnern.
Der Zeuge F. erklärt, Gina H. habe durchgehend betont, dass sie mit der Tat nichts zu tun habe und stets bei dieser Darstellung geblieben sei.
Noch vor der endgültigen Identifikation des Kindes habe Gina H. sich bereits sicher gewesen, dass es sich um Fabian handele. Sie habe dies damit begründet, dass sie es an seinem „süßen, kleinen Gesicht“ erkannt habe.
Im Telefonat wirft Gina H. Fabians Mutter vor, den Jungen an einem Tag von etwa 8.30 Uhr bis in den Nachmittag hinein allein gelassen zu haben. Matthias R. entgegnet, dass diese zu der Zeit gearbeitet habe.
Anschließend sprechen die beiden über die Identifizierung von Fabian, an der Matthias R. selbst nicht beteiligt war. Gina H. sagt, sie werde die Bilder nie vergessen. Er erwidert, sie sei froh, das nicht gesehen zu haben, da vom Körper des Kindes kaum noch etwas erkennbar gewesen sei.
Im weiteren Verlauf schildert Gina H. erneut ihre Darstellung des Fundes, wonach Hunde den Leichnam des Jungen aufgespürt hätten.
Im Telefonat berichtet Gina H., die Polizei habe sie gefragt, ob Fabians Vater etwas mit dem Tod des Jungen zu tun haben könnte. Darauf habe sie geantwortet, dass sie ihm eine solche Tat nicht zutraue.
Der heute vernommene Zeuge erklärt jedoch, dass er sich an entsprechende Fragen der Ermittler nicht erinnern könne.
Im Telefonat schildert Gina H., dass auch ihr Sohn unter den Folgen der Situation leide und in der Schule darauf angesprochen werde. Mit hörbar emotionaler Stimme erklärt sie gegenüber Matthias R., dass er seine Familie um sich habe, während sie sich mit der Situation allein gelassen fühle.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs kommt erneut die laufende Untersuchung ihres Fahrzeugs durch die Polizei zur Sprache.
Anschließend wird ein weiteres Telefonat zwischen Gina H. und Matthias R. abgespielt, das am Abend des 16. Oktober geführt wurde. Darin sprechen die beiden unter anderem über ihre frühere intime Beziehung. Gina H. zeigt sich verärgert darüber, dass Matthias R. entsprechende Details gegenüber seinem Bruder erwähnt habe.
Im weiteren Verlauf kommt erneut das Thema der kursierenden Gerüchte zur Sprache. Matthias R. betont dabei abermals, dass diese nicht von ihm verbreitet worden seien.
Zudem äußert Gina H., große Angst davor zu haben, dass die Polizei ihr eine Beteiligung an den Geschehnissen vorwerfen könnte.
Im Verlauf des Telefonats betont Matthias R. mehrfach, dass die über Gina H. kursierenden Gerüchte nicht von ihm verbreitet worden seien. Er weist wiederholt darauf hin, dass er nicht der Ursprung dieser Behauptungen sei.
Nach der Unterbrechung des Mitschnitts fragt der Richter den Zeugen, wie er die Aussagen von Gina H. eingeordnet habe. F. erklärt, er habe bei ihr eine gewisse Empathie vermisst. Zwar habe sie betont, dass das, was Fabian geschehen sei, schlimm sei, zugleich habe sie aber stark den Fokus darauf gelegt, dass die eigene Situation für sie selbst „die Hölle“ sei.
Gina H. berichtet, dass sie sich kaum noch traue, das Haus zu verlassen, und sogar Angst habe, einkaufen zu gehen. Fabians Vater habe immerhin noch seinen Bruder als Unterstützung, während ihre eigenen Großeltern mit der Situation überfordert seien und ihr nicht helfen könnten.
Gina H. betont in dem Gespräch, dass sie Fabian niemals etwas antun würde und dazu auch gar nicht in der Lage sei. Fabians Vater, Matthias R., scheint ihr diese Aussage zu glauben und rät ihr zugleich, vorsichtig im Umgang mit Medien zu sein. Sollte sie von einem Reporter belästigt werden, solle sie sich im Zweifel an die Polizei wenden.
In dem Gespräch erklärt Gina H., dass das, was Fabian widerfahren sei, bereits schlimm genug sei. Gleichzeitig beklagt sie, dass sie selbst stark unter Druck stehe und sich „fertiggemacht“ fühle. Anschließend schildert sie, welche belastenden Kommentare und Inhalte sie in den sozialen Medien über sich lese.
Anschließend lässt der Richter zwei Telefonate zwischen Gina H. und Fabians Vater vom 16. Oktober 2025 vorspielen.
Der Zeuge F. schildert, dass Fabians Vater sich auffällig zurückhaltend gezeigt und kaum mit anderen über seinen Sohn gesprochen habe. Stattdessen habe er lediglich geäußert, er müsse „seinen Frust runtersaufen“, und sei anschließend zum Trinken gegangen.
F. betont, dass einzelne Gespräche für sich genommen kein vollständiges Bild ergäben, in ihrer Gesamtheit jedoch durchaus einen bestimmten Eindruck entstehen ließen.
Der Zeuge F. berichtet, dass sich Gina H. auch danach erkundigt habe, wo sich der Grillanzünder befinde und ob dieser möglicherweise noch im Auto liege. Zudem schildert er erneut die bereits von einem anderen Zeugen erwähnte Suche nach einem Messer.
Nach Einschätzung des Zeugen komme insbesondere das zwischenzeitlich verschwundene und später wieder aufgetauchte Messer als mögliche Tatwaffe in Betracht.
Laut dem Zeugen F. habe sich das Telefonverhalten von Gina H. verändert, nachdem Fabians Vater ihr mitgeteilt habe, dass ihr Telefon vermutlich abgehört werde.
Im Rahmen der Telefonüberwachung habe Gina H. laut Darstellung des Zeugen F. auch versucht, mit einem der Männer, der nach seinen Angaben „sexuelles Interesse“ an ihr gehabt habe, ein mögliches Alibi abzusprechen.
Im Zusammenhang mit der Aussage, Gina H. habe einen Tierheilpraktiker aufgesucht, werden im Gerichtssaal Fotos gezeigt. Diese sollen den Bereich am Waldrand entlang des Weges zu dem Heilpraktiker dokumentieren. Auf den Bildern sind große Holzstapel am Wegrand zu erkennen.
Der Richter spielt einen Ausschnitt eines Telefonats vor, in dem ein Bekannter Gina H. auf mögliche Wildkameras in dem Gebiet hinweist. Gina H. reagiert zunächst skeptisch und bezweifelt, dass dort überhaupt Kameras vorhanden seien. Sie meint, mitten auf einem Feld bei einem Tümpel gebe es keine Überwachung.
Ihr Bekannter äußert daraufhin die Hoffnung, dass vorhandene Wildkameras den Vorfall erfasst haben könnten. Gina H. entgegnet, solche Kameras stünden üblicherweise nur an Futterstellen und in dem betreffenden Bereich habe es ohnehin kein Holz gegeben.
Ein Bekannter von Gina H. habe laut dem Zeugen F. berichtet, dass auf den Feldwegen rund um Klein Upahl sowohl Überwachungskameras gegen Holzdiebstahl als auch Wildkameras installiert seien. Nach Darstellung des Zeugen habe der Bekannte damit gezielt ihre Reaktion testen wollen.
Gina H. habe daraufhin am Telefon geäußert: „Entweder habe ich Glück oder ich habe Pech.“ Gemeint gewesen sei damit, ob sie möglicherweise von Kameras erfasst worden sei oder nicht.
Auf Nachfrage des Richters erklärt der Zeuge F., dass Gina H. das Auffinden von Fabian mit einem Bauchgefühl begründet habe, das sie zu dem Tümpel geführt habe. Dort habe sie ihn schließlich mit Hilfe des Nachtsichtgeräts eines befreundeten Jägers gesehen.
Gina H. habe die Spuren von Fabian im Auto damit erklärt, dass dieser im Sommer mit ihr im Fahrzeug mitgefahren sei und sie das Auto seitdem nicht mehr gereinigt habe.
Der Zeuge F. berichtet, dass Fabians Vater Gina H. am Telefon Vorwürfe gemacht habe und sie verdächtigt habe, in den Tod von Fabian verwickelt zu sein.
Gina H. habe dem Zeugen gegenüber zudem erklärt, dass sie eine Rente in Höhe von 1200 Euro beziehe und ein gutes Verhältnis zu Fabian gehabt habe. Gleichzeitig habe sie sich darüber beklagt, dass Fabians Vater sie im betrunkenen Zustand anrufe, was sie als belastend empfunden habe.
Der Zeuge F. berichtet, dass er die inzwischen Angeklagte nach ihrer Vernehmung als Zeugin nach Hause gefahren habe. Dort habe sie sich umgezogen und ihre zuvor getragene Kleidung freiwillig an die Ermittler übergeben.
Gina H. habe von sich aus erklärt, dass die Polizei vermutlich Spuren von Fabian in ihrem Auto feststellen werde.
Der Zeuge F. erklärt, er habe Frau H. ihr Mobiltelefon zurückgebracht. In diesem Zusammenhang habe sie sehr aufgewühlt reagiert, als der Vater von Fabian sie angerufen habe. Auch aus einiger Entfernung habe er wahrgenommen, dass dieser am Telefon laut geworden sei.
Auf Bitte von Gina H. hin habe F. anschließend mit Fabians Vater gesprochen und ihn aufgefordert, Frau H. zunächst nicht weiter zu kontaktieren.
Kriminalhauptkommissar Frank F. ist erst nach dem Auffinden des Leichnams mit dem Fall Fabian betraut worden. Nach eigenen Angaben hat er sich anschließend vor allem um die Telefonüberwachung und die Vernehmung von Zeugen gekümmert. Zudem sei er mögliche Streckenverläufe abgefahren und habe einen zeitlichen Ablauf der Ereignisse rekonstruiert.
Anschließend wird der nächste Zeuge in den Saal gebeten: Kriminalhauptkommissar Frank F., 49 Jahre alt. Auch er wird vom Richter entsprechend belehrt.
„Dann ist hier reiner Tisch, dann braucht keiner ein schlechtes Gewissen zu haben“, entgegnet Frau M. zur Verteidigung.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs steht vor allem Gina H. im Mittelpunkt. Sie erkundigt sich nicht danach, wie es ihrer damaligen besten Freundin nach dem Fund der Leiche ergangen ist.
Im abgehörten Gespräch schildert Gina H. den großen öffentlichen Druck, unter dem sie stehe, und spricht von einem „Spießrutenlauf“. Sie berichtet, in sozialen Medien stark kritisiert zu werden und sich kaum noch zu trauen, alltägliche Dinge wie Einkäufe zu erledigen. Außerdem beklagt sie, dass Christian, einer der Männer, die sie zum Tümpel begleitet hatte, keinen Kontakt mehr zu ihr halte.
Auch gegenüber Frau M. äußert sie Vorwürfe und sagt, diese habe sich seit ihrem „Offenlegen“ nicht mehr gemeldet. Frau M. entgegnet, dass es ihr selbst ebenfalls nicht gut gehe. Abschließend fordert Gina H. ihre Freundin auf, nicht zu erzählen, „wie es wirklich war“.
Der Richter lässt ein Gespräch zwischen Gina H. und Frau M. abspielen und kündigt an, dass der Mitschnitt etwa acht Minuten dauert. Das Telefonat stammt aus einer Telefonüberwachung, die nach dem Auffinden von Fabian durchgeführt wurde.
Der Richter teilt mit, dass um 11 Uhr der nächste Zeuge gehört wird. Bis dahin soll zunächst noch ein weiterer Telefonmitschnitt als Beweismittel vorgespielt werden.
Einer der Verteidiger von Gina H. erkundigt sich nach den Umständen im Auto, insbesondere ob K. aufgrund des herbstlichen Wetters die Standheizung eingeschaltet habe. Hintergrund der Frage sei die Kleidung von Frau H. Der Zeuge kann sich dazu jedoch nicht näher äußern.
Daraufhin wird der Zeuge vom Richter unvereidigt entlassen.
Der Polizeibeamte berichtet, dass bei der Zeugin Heike M. im Verlauf der Gespräche zunehmend der Verdacht aufgekommen sei, von der Angeklagten instrumentalisiert worden zu sein. Sie habe sich ihm gegenüber immer stärker geöffnet und schließlich geäußert: „Ich möchte gestehen.“
Dabei habe sie erklärt, sie habe den Eindruck, lediglich als Alibi benutzt worden zu sein. In diesem Zusammenhang habe sie auch ihren Hund erwähnt und vermutet, dieser könnte so eingesetzt worden sein, dass er den Leichnam eher zufällig finde.
Der Richter erkundigt sich näher nach der Situation, in der Gina H. im Auto nahezu abwesend auf den Tümpel gestarrt habe. Der Zeuge schildert, dass H. sich zunehmend aus dem Gespräch zurückgezogen habe.
Irgendwann habe Frau M. gesagt, für Gina H. müsse die Situation noch deutlich belastender sein. Daraufhin habe H. sich offenbar völlig innerlich zurückgezogen und erst nach einigen Minuten wieder „zurück ins Geschehen gefunden“. Frau M. habe sich dabei immer näher an sie herangewandt und sie auch berührt, um ihre Aufmerksamkeit zurückzugewinnen. Auf die anschließende Frage von Frau M., wo sie gerade gewesen sei, habe Gina H. nicht reagiert.
Auf Nachfrage des Richters zur Situation bei der Abgabe des Handys, Frau M. habe geschildert, Gina H. sei dabei „ausgetickt“, bestätigt der Zeuge K. diese Darstellung nicht.
Er erklärt, niemand sei begeistert gewesen, sein Handy abzugeben. Man habe etwa fünf bis zehn Minuten darüber gesprochen, bis Gina H. schließlich überzeugt worden sei. Dabei betont K., dass es Gina H. eher um den Inhalt des Handys gegangen sei, während Frau M. vor allem den Verlust des Geräts als Kommunikationsmittel problematisch gefunden habe.
Der Zeuge K. gibt an, auf dem Feldweg geblieben zu sein und sich nicht zum Leichnam hinabbegeben zu haben.
Auf Nachfrage des Richters, ob Gina H. ihm gegenüber geschildert habe, wie sie den Leichnam von Fabian gefunden haben will, erklärt der Zeuge K., dass er sich daran nicht erinnere. Ihm seien lediglich die entsprechenden Angaben von Frau M. im Gedächtnis geblieben.
Dennis K. erklärt, er habe seine Beobachtungen noch am 14. Oktober, nach einigen Stunden Schlaf – sowie am 15. Oktober unmittelbar schriftlich festgehalten.
Auf Nachfrage des Richters zur Kleidung von Gina H. könne sich der Zeuge nur noch an hohe Stiefel sowie eine enge, dunkle Hose erinnern.
Frau M. habe bereits am 14.10. aussagen wollen, sei dabei jedoch stark hin- und hergerissen gewesen, da sie befürchtet habe, ihrer Freundin Gina H. damit zu schaden. Gleichzeitig habe sie Sorge gehabt, von Gina H. als Alibi missbraucht zu werden.
Während der Aussage des Polizisten habe Gina H. den Blick überwiegend auf die Tischplatte vor sich gerichtet. Nur gelegentlich habe sie sich leise mit einem ihrer Verteidiger ausgetauscht.
Irgendwann habe der Zeuge K. mit Frau M. allein im Auto gesessen. Diese sei sehr emotional gewesen und habe geäußert, sie wisse nicht, wie sie das Geschehene verarbeiten solle. K. habe ihr daraufhin geraten, viel zu sprechen.
Im weiteren Verlauf habe Frau M. ihm anvertraut, dass Frau H. sie gegen 7 Uhr morgens angerufen habe. Im Halbschlaf habe sie zunächst nicht richtig verstanden, weshalb der frühe Anruf erfolgte. Frau H. habe ihr dann berichtet, sie habe in der Nacht gemeinsam mit zwei Männern, Olaf und Christian Fabian gefunden.
Frau M. habe wiederholt betont, dass die Lage für Gina H. „viel, viel schlimmer“ sein müsse. Gina H. habe sich dabei nach draußen auf das Fahrzeug fixiert und ins Leere gestarrt.
Anschließend sei es nach Aussage des Zeugen K. völlig still geworden.
Auch er berichtet, dass Gina H. sich zunächst geweigert habe, ihr Handy abzugeben, mit der Begründung, darauf befänden sich Dinge, die die Polizei nichts angingen. Frau M. habe laut K. ebenfalls Vorbehalte gehabt, jedoch ihren Ausweis und weitere Gegenstände aus der Handyhülle genommen und ihr Mobiltelefon anschließend herausgegeben.
Gina H. habe sich danach erkundigt, warum die anwesende Polizistin so streng schaue. Dennis K. habe jedoch keinen bösen Blick bei seiner Kollegin wahrgenommen, sondern darauf hingewiesen, dass es sich insgesamt um eine belastende und unangenehme Situation handele.
Der hinzugezogene Seelsorger habe keinen Zugang zu den Frauen gefunden. Daraufhin hätten sie darum gebeten, dass der Zeuge K. weiterhin anwesend bleibt, was er schließlich auch getan habe.
Der Zeuge K. berichtet von einem „auffälligen Moment“ mit Gina H.: Sie habe geäußert, dass sich die Senke mit dem Tümpel gut für jemanden eigne, der „jemanden entsorgen“ wolle. Frau M. sei darüber sehr erschrocken gewesen, woraufhin Gina H. sich entschuldigt habe.
Außerdem schildert K., dass Gina H. auch Fabians Mutter eine Mitschuld gegeben habe. Fabian sei für sein Alter bereits sehr selbstständig gewesen, da er häufig alleine gewesen sei.
Nach Aussage des Zeugen habe Gina H. ihm gegenüber zudem erwähnt, in den Wochen vor dem Geschehen einen Suizidversuch unternommen zu haben. Dies sei im Rahmen des Gesprächs am späteren Leichenfundort zur Sprache gekommen.
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Nach Angaben des Zeugen war er am Einsatztag als Fahrer vor Ort. Nach dem Eintreffen am Leichenfundort bei Klein Upahl habe er zunächst keine konkrete Aufgabe gehabt und sich deshalb in der Nähe der heutigen Angeklagten Gina H. sowie deren Begleiterin, Frau M., aufgehalten.
Frau M. habe auf ihn einen sehr emotionalen Eindruck gemacht und mehrfach geweint. Gina H. sei zwar ebenfalls aufgeregt gewesen, habe sich jedoch deutlich gefasster gezeigt und weniger emotional gewirkt. Im Gespräch habe sie ihm zudem erklärt, dass sie durch ihre Beziehung zu Fabians Vater dessen Ziehmutter sei.
Zu Beginn der heutigen Sitzung steht die Aussage des Polizeibeamten auf dem Programm, der am 14. Oktober als einer der ersten Einsatzkräfte am späteren Tatort eingetroffen sein soll. Polizeiobermeister Dennis K. wird dazu in den Zeugenstand gebeten und vom Gericht vernommen.
Mit Polizeiobermeister Dennis K. betritt der erste Zeuge des Tages den Sitzungssaal. Er erscheint mit kurz geschnittenen Haaren, einem olivgrünen Hemd, schwarzer Hose und schwarzen Sportschuhen. Nach dem Betreten des Saals wird er von dem Vorsitzenden Richter Schütt über seine Rechte und Pflichten als Zeuge belehrt, bevor die Vernehmung beginnt.
Wenige Minuten vor Beginn der Verhandlung haben die Prozessbeteiligten bereits ihre Plätze im Sitzungssaal eingenommen. Auch Fabians Mutter ist anwesend und tauscht sich vor Verhandlungsbeginn mit ihrer Rechtsanwältin aus.
Die Angeklagte Gina H. wird von Justizbeamten in den Saal geführt. Wie bereits an vorherigen Verhandlungstagen hält sie eine rote Mappe vor ihr Gesicht. Zudem trägt sie weiterhin eine Fußfessel.
Am 14. Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock werden vier Polizeibeamte als Zeugen erwartet, drei Polizisten und eine Polizistin. Nach bisherigen Informationen handelt es sich dabei um die Einsatzkräfte, die als Erste am Fundort des verstorbenen Fabian eintrafen.
Da das Gericht den Fundort bereits im Rahmen einer 3D-Rekonstruktion eingehend betrachtet hat, richtet sich das Interesse nun möglicherweise auf die Wahrnehmungen der Beamten vor Ort. Dabei könnte insbesondere die Frage eine Rolle spielen, welchen Eindruck die inzwischen angeklagte Gina H. auf die Einsatzkräfte machte. Ebenso ist denkbar, dass die Aussagen weitere Details zu den Umständen des Leichenfundes liefern sollen.
Die Beweisaufnahme beginnt um 9.30 Uhr mit der Vernehmung von Polizeiobermeister Dennis K. als erstem Zeugen des Tages.
Unser Live-Ticker zum Prozess startet heute wie gewohnt um 9.30 Uhr.
Bis dahin versorgen wir euch mit den wichtigsten Informationen zum Verhandlungstag.